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3 - Übersicht|
- UNI-FSK 94
Wer, Wie, Wo, Was, Warum? -
In der uniweiten Fachschaftenkoordinierung tut sich was.
Aber was, und wer und was sind die überhaupt?
Die uniweite Koordinierung der Fachschaften (Uni-FSK) ist
- der Name läßt es vermuten - ein Koordinierungsorgan aller
Fachschaften aller Fakultäten der Universität Köln. Sie
konstituiert sich aus den Fachschaften, zumindest aus allen,
die mitmachen wollen und den Weg zu ihr finden. Ein eigener Raum steht
in der Universitätsstraße 16 zur Verfügung, im AStA-Gebäude.
Koordiniert werden soll die Fachschaftsarbeit, die über den eigenen
Fachbereich hinaus geht
oder in irgendeiner Form für Studenten anderer Fächer interessant
ist. Dies ist zum Beispiel der Fall bei universitätsübergreifenden
Fachschaftskonferenzen, Landes- und Bundes-FSK- Treffen, Streiks, Demos
u.ä.
Im Rahmen dieser Aufgabe steht ein Finanz-topf zur Verfügung, aus
dem sie verschiedene Aktionen und Publikationen bezahlt. Die Entscheidung
darüber, welche Aktionen finanziell unterstützt werden und welche
nicht, trifft die FSK mit 3/4-Mehrheit auf ihren Versammlungen, die unregelmäßig
stattfinden, und an der im Idealfall alle Fachschaften teilnehmen.
Unabhängig von ihrer Größe hat jede Fachschaft generell
eine Stimme in der Uni-FSK. Da die Idee der Konferenz die eines basis-demokratischen
Gegengewichts zum AStA ist, werden die Stimmberechtigten meist von ihrer
Fachschaft mit einem imperativen Mandat aus-gestattet, d.h. die Abstimmenden
müssen im Sinne der sie entsendenden Fachschaft
abstimmen, die die Probleme meist vorher ausdiskutiert hat. Neben dem
Beschlußgremium existiert ein Arbeitsausschuß, der die Hauptkoordinierungsarbeit
leistet und als generelle Anlaufstelle der Fachschaften fungiert. Für
diesen Arbeitsaus-schuß sind vom Studentenparlament (StuPa) sechs
aufwandsentschädigte Projektleiterstellen (PL-Stellen) genehmigt
worden. Die Geldmittel der Uni-FSK müssen wie alle anderen Gelder
vom StuPa genehmigt werden, was nicht immer reibungslos abläuft.
Soviel zur Idee, jetzt zur Realität: Tatsache ist, daß in der
Vergangenheit recht wenig von der Arbeit des Arbeitsausschusses zu sehen
war, was nicht nur mit der unsichtbaren Ackerei der PL - zur Zeit sind
nur drei Stellen
besetzt - in Sachen bundesweiter Koordination begründet werden kann.
Zum Beispiel ist seit Wochen und Monaten keine Einladung zu den Treffen
der Uni-FSK an unsere Fachschaft (FS) ergangen, und wir sind hier beileibe
kein Einzelfall.
In der Zeit seit dem Streik an der Uni Köln hat sich jedoch ein Aktionskommittee
gegründet, welches sämtliche Aktionen zum Thema Streik, Eckdatenerlaß,
Studienreform etc. koordiniert und dabei mächtig geackert hat, eine
Arbeit, die
eigentlich vom aufwandsentschädigten Arbeitsausschuß der Uni-FSK
hätte geleistet werden müssen.
Hier wurde nun auch Kritik laut auf der Sitzung vom 11.01.94, und die
Aktionskommittee- Mitglieder, die sich aus FSern und anderen Studenten
zusammensetzen, beantrag-ten, unterstützt vom Vertreter der FS Chemie,
die Übertragung der PL-Stellen auf sie selbst. Dies mit der Argumentation,
sie hätten keine Mittel mehr, um einen gelanten Reader, Flug-blätter,
Infos etc. herauszugeben. Nach einer heißen Diskussion über
geleistete und nicht geleistete Arbeit auf beiden Seiten
wurde beschlossen, daß das Aktionskommittee, wie jede andere Initiative,
den Raum incl. Computer der Uni-FSK benutzen kann, und daß dieKosten
für Reader und Flugis von der Uni-FSK getragen werden, soweit sich
kein anderer Träger auftun ließe. Die Angst, das Aktionskommittee
wolle sich nur die Aufwandsentschädigungen unter den Nagel reißen,
war somit vorerst aus der Welt. Weiterhin wurde jedoch beschlossen, den
Arbeitsausschuß der Uni-FSK neu zu besetzen, und zwar auf der Sitzung
am 25.01.94. Bis dahin müssen alle Fachschaften informiert werden
und evtl. Kandidaturen abgeben, über die dann nach dem oben beschriebenen
Verfahren entschieden wird.
Um die Gefahr eines erneut untätigen Arbeitsausschusses zu verhindern,
hat die FS RWL nun beschlossen zu versuchen die Hälfte der PL-Stellen
mit Mitgliedern des Aktionskommittees zu besetzen, den Rest mit Mitgliedern
verschiedener Fachschaften. Von unserer eigenen Fachschaft wird niemand
kandidieren. Um auch zukünftig eine bessere Einsicht in
die tatsächliche Arbeit des Arbeitsausschusses zu bekommen, wird
die FS RWL die Forderung an diesen Ausschuß stellen, jeden Monat
oder alle zwei Monate - je nach Dichte der anstehenden Themen und Häufung
der Treffen -einen
kurzen Bericht über die zurückliegenden und laufenden Tätigkeiten
vorzulegen. Dies könnte auch Entscheidungsgrundlage für spätere
Besetzungen und/oder Neubesetzungen werden. Als weiteres Problem stellte
sich die Frage nach den Geldern, die der Uni-FSK in Zukunft bewilligt
werden oder auch nicht. Das Problem, daß das StuPa sie jedes Jahr
neu bewilligen muß und somit ein heißer Kampf um die Mittel
geführt wird, liegt auf der Hand. Desweiteren spielt hier Parteipolitik
mit
hinein, da Mehrheiten für Uni-FSK und PL-Stellen immer Koalitionsabhängig
sind, und die Vergangenheit hat gezeigt, daß verschiedene Listen
nur eine starke Uni-FSK wollen, wenn sie selbst nicht genügend Stellen
im AStA innehaben, das Interesse aber sehr schnell verlieren, sobald dieser
Zustand behoben ist. Auch bei Mehrheiten im StuPa können PL-Stellen
durchgeboxt werden, um möglichst viele Mitglieder der eigenen Liste
in den Genuß von Aufwandsentschädigungen - z.Zt. ca. DM 300,-/Monat
- zu bringen. Dies kann jedoch nicht Sinn und Zweck der Übung sein
und resultiert außerdem meist in vermindertem Einsatz, wenn die
Stellen erst einmal besetzt sind. In diesem Zusammenhang sind zwei Modellvorschläge
gemacht worden: Ein Antrag auf Erhöhung des Sozialbeitrags der Studenten
- dieser ist seit 1979 nicht verändert worden - ist in Erwägung
gezogen worden. Die damit zur Verfügung stehenden Gelder können
außer für allgemeine Aktionen
an Fachschaften und Uni-FSK verteilt werden und somit die Uni-FSK unabhängig
vom Verteilungskampf im StuPa machen, da sie nun eigene Geldmittel zur
Verfügung hätte. Eine Erhöhung der Aufwandsentschädigungen
bzw.
eine Ausweitung der Stellenzahl ist hier auch angeschnitten worden, abgesehen
davon, daß sich natürlich auch mehrere Leute eine PL-Stelle
teilen können, wie es ja auch in der Philosophischen Fakultät
(Phil-Fak) geschieht. Das zweite Modell sieht eine andere Verteilungsart
vor. Hier sollen die Gelder ausschließlich den Fachschaften zukommen,
die dann ihrerseits nach eigenem Beschluß Finanzmittel an die Uni-FSK
weiterleiten. Somit wäre eine direktere Einflußmöglichkeit
der
Fachschaften auf die Uni-FSK gegeben, was damit gerechtfertigt werden
kann, daß diese ja im Dienste der Fachschaften arbeitet. Im Falle
der Ablehnung der Mehrheiten in der Uni-FSK und damit deren Arbeit könnte
eine Fachschaft
z.B. seine Gelder stoppen, und müßte keine ungewollten Aktionen
mehr unterstützen. Daß sie in diesem Falle selbst keine Unterstützung
mehr bekäme, ergäbe sich zwangsläufig aus dem Abstimmungsverhalten
der restlichen Fachschaften im Gremium. Natürlich sind beide Versionen
nicht einwandfrei, da einerseits eine allzu unabhängige Uni-FSK sich
leicht verselbstständigen könnte, zumal wenn sie sich an der
Parteipolitik irgendeiner Liste orientiert, andererseits aber im
Extremfall die Mittelverweigerung einiger Fachschaften die gesamte Uni-FSK
lähmen könnte, da gewisse Aktionen nur mit hohen Mitteln zu
realisieren sind. Da hierzu jedoch über kurz oder lang ein Beschluß
gefaßt werden muß, ist es wichtig sichüber diese Dinge
Gedanken zu machen. Genauso wichtig ist es aber, daß dies nicht
nur einige weni-ge tun, sondern die, die von der Fachschaft vertre-ten
werden, auch in ihr mitarbeiten. Da wir in unserer Fachschaft für
solche Fälle ein
impe-ratives Mandat beschlossen haben, kann jeder Student unseres Studienganges
Einfluß auf das Abstimmungsverhalten des Delegierten der FS RWL
nehmen. Kommt also bitte in Zukunft zahlreicher zu den Fachschaftssitzungen
um an solchen
Entscheidungen teilzuhaben und demjenigen, der dann Eure Entscheidung
in der Uni-FSK vertritt, auch das Gefühl zu geben, daß er für
die Studenten seines Studienganges spricht, und nicht nur für sich
und noch ein zwei andere.Desweiteren kann man natürlich auch zu mehreren
pro Fachschaft zur Uni-FSK gehen, auch wenn man nur eine Stimme hat; man
muß
sich halt dann nur auf eine Meinung einigen. Außerdem werden dort
ja nicht nur Beschlüsse gefaßt, sondern auch andere Arbeit
geleistet und man erfährt immer viel wissenswertes über den
Unibetrieb überhaupt. Wer Geschmack bekommen hat und/oder Fragen
hat zu diesem oder anderen Themen sollte sich schleunigst auf die nächste
Fachschafts-sitzung begeben. Wann und wo die stattfindet -meistens Dienstags
um 19:30 h in Raum 93,5 des Philosophikums - steht immer am schwarzen
Brett unseres Studiengangs, im zweiten Stock des Philosophikums hinter
dem Raum 264 der allgemeinen Studienberatung.
dh

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Diese Seite wurde erstellt von Berenike
Oesterle am 07.06.2002
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