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- Der moderne spanische Film -

1929 drehten Luis Buñuel und Salvador Dalí El perro andaluz. Ein Jahr später folgte La edad d‘oro. Diese beiden surrealistischen Filme waren der Grundstein des modernen spanischen Kinos. Auch wenn Buñuels spätere Filme, wie beispielweise Belle de jour, den er 1967 mit Catherine Deneuve und Michel Piccoli drehte, wesentlich weniger absurd waren, prägte gerade diese Absurdität bis heute den spanischen Film.

In der neueren Zeit machte neben den Filmen Almodóvars Fernando Truebas Belle Époque wieder auf das spanische Kino aufmerksam. Die frivole Komödie von ‘92 beinhaltet viele absurde zwischenmenschliche Verwicklungen, wie man sie häufig im spanischen Film findet.

Im gleichen Jahr entstand einer der spanischsten Filme der letzten Jahre: Jamón, Jamón von José Juan Bigas Luna. Der Erotik-Thriller glänzt durch eine Unzahl von urspanischen Symbolen, wie der Name schon vermuten läßt.

1996 lief Carlos Sauras Taxi in den Kinos an. Ein Thriller über eine Gruppe rechter Taxifahrer, die den Überfall an einem Kollegen rächen, indem sie Prostituierte und Ausländer umbringen. Auch Alejandro Amenábars Tesis gehört zum Genre der Thriller und erschien 1996. Der Nachwuchsregisseur erzählte die packende Geschichte über Morde, deren cineastischen Mitschnitte im Archiv einer Filmhochschule auftauchten. Ein Jahr später vermischte Amenábar mit einem nihilstischen Ansatz in Abre los ojos Traum und Wirklichkeit.

José Angel Bohollo ließ 1998 in Mátame mucho eine vermeintliche Leiche Jagd auf die Wissenschaftler machen, die mit ihr experimentieren wollen.

 Kathrein Hölscher
 Martin Heiden

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Diese Seite wurde erstellt von Martin Heiden am 21.02.2000