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Evaluation des Studiengangs Regionalwissenschaften Lateinamerika

- Auswertung des Dekanats -

Umfrage zeigt mangelnde Koordination und Mängel der Ausbildung auf, weist aber auf die geringe Arbeitslosigkeit unter den Absolventen und die erfreuliche Gesamtentwicklung hin.(*)

Die Studienberatung des Dekanats der Philosophischen Fakultät hat im Wintersemester 1998/99 eine Befragung aller Absolventen des Studiengangs Regionalwissenschaften Lateinamerika durchgeführt, mit dem Ziel, konkrete Daten über die Qualität der Ausbildung im Hinblick auf die Berufsaussichten zu erlangen. Gleichzeitig sollte ein Profil des Studierenden der Regionalwissenschaften in Abgrenzung zu den Magisterstudiengängen der Philosophischen Fakultät und der Diplomstudiengänge der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät eruiert werden. Es wurde also der Frage nachgegangen, was die Ausbildung der Studierenden der Regionalwissenschaften gegenüber den Studierenden der anderen Studiengänge besonders auszeichnet, um dies in die Überlegungen zur neuen Prüfungsordnung einfließen zu lassen. Es wurden alle 180 Absolventen angeschrieben, die seit Einrichtung des Studiengangs ihr Studium mit der Diplomprüfung bis einschließlich Sommersemester 1998 abgeschlossen hatten. Die Resonanz war insgesamt positiv: Nur 30 Anschreiben erreichten ihr Ziel nicht, weil der Empfänger verzogen war und von den verbleibenden 150 Angeschriebenen haben 86 den Fragebogen ausgefüllt zurückgeschickt (teilweise aus Peru, Cuba, Kanada, Lissabon etc.) Die Daten werden derzeit noch ausgewertet, so daß eine endgültige Darstellung der Untersuchung jetzt noch nicht möglich ist. Eine entsprechende Veröffentlichung ist geplant. Dennoch zeigen sich bei den untersuchten Daten schon einige Trends ab. Der größte Teil der Absolventen waren (trotz einiger Kritik) mit der vielseitigen Ausbildung in dem Studiengang insgesamt zufrieden, und nur ein geringer Teil äußerte sich sehr kritisch, insbesondere zu der mangelnden Spezialisierung im Studium. Beanstandet wurde, wie seit jeher, die mangelnde Koordination im Studiengang. Trotz einiger Kritik an der Ausbildung ist festzustellen, daß über 95% der Absolventen, die geantwortet haben, einer beruflichen Tätigkeit nachgehen. Die Bereiche der Tätigkeiten gehen vom Management und Assistenz der Geschäftsleitung sowie Wirtschaftsberatung (ca. 35% der Absolventen) über Tätigkeiten im Medienbereich (ca. 17%) bis hin zu Tätigkeiten in internationalen Organisationen, Verbänden und Stiftungen, die auf Lateinamerika bezogen sind (ca. 16%). Eine kleinere Gruppe (10%) entschied sich für eine Weiterqualifizierung in Zusammenhang mit einer Tätigkeit in Forschung und Lehre (Promotion). Das derzeitige Einkommen der berufstätigen Befragten liegt bei etwa 5000-6500 DM brutto beziehungsweise 2500-3500 DM netto. Diese Daten lassen eine positive Gesamtentwicklung der Absolventen nach Studienabschluß erkennen.

 Sebastião Iken
Johannes Hüttemeister
Anmerkung der Redaktion: In der Printausgabe der Portuñol ist an (*) dieser Stelle zu lesen: "Stellungnahme des Dekanats [...]" - Dies war ein Fehler der Redaktion.

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Diese Seite wurde erstellt von Martin Heiden am 25.07.99