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- Editorial -

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

ein Laptop, eine viel zu kleine Tastatur, eine Bettkante, starrer Blick zur Wand. Ein Arbeitsauftrag: eine halbe Seite lang, den großen Bogen spannen. Wenig Zeit. Das Editorial – Stiefkind unserer Zeitung, herumgeschoben, abgelehnt, weitergereicht. Hier bei mir hängengeblieben. Es ist mal wieder an der Zeit, Sie auf unsere neue Ausgabe der Portuñol vorzubereiten. Der große Bogen. Strenggenommen fängt er beim Titelbild an und hört im Sülz Texas auf. Am Anfang steht also ein Leuchtturm. Felsenfest in der Brandung – Wasser, Ozean. Das Thema der Expo! „Der Mensch und die Meere“. Der erste Bogen steht. So einfach ist das. Ich spanne ihn weiter bis zum Leuchtturmprojekt. Hier sieht’s nun aber jeder. Als ob wir uns tatsächlich etwas dabei gedacht hätten. Der Artikel muß in einen unserer Header! Paßt ja wie das Huhn zum Ei, wenn nicht sogar besser. Überhaupt muß das Projekt richtig bekannt werden. Mehr Menschen sollen sagen können: „Ich habe als StudentIn studiert“. Das ist eine fundamentale Erfahrung. Nutzt die Chance am Projekt teilzunehmen und laßt sie nicht vorüberziehn. Ihr wollt nicht? Lest den Artikel von Andreas Reuter, das wird Euch überzeugen. Der Bogen zum Sülz-Texas. Aufgeben, meint Ihr, zugeben, daß wir keinen roten Faden haben. Niemals. Wenn man sich auf dem sinkenden Schiff Universität befindet, ist eine Kneipe wie ein Leuchtturm in der Brandung. Sozusagen das Eingangspodest für Schiffbrüchige oder ein Maschinendeck zur Energieversorgung (s. Bild). Insbesondere Erstsemester sind prädestiniertes Klientel. Inmitten von Studienchaos und Prüfungsordnungsschlacht dürfte die Bereitschaft, Geld gegen Bier zu tauschen, exponentiell ansteigen. Jetzt schnell die Überleitung zum Artikel über die Studienordnung. Ein besserer Bogen kann nicht geschlagen werden. Johannes, gibst Du mir den Text mal rüber? Wir haben keinen! Wir haben keinen? Unmöglich, wir hatten doch immer...wow, diesmal ist alles ganz anders. Diesmal ist alles so anders, daß unsere ursprünglichen Leuchttürme, die über Semester die Portuñol mit Artikeln fütterten, plötzlich arbeitslos wurden. Von mehreren Seiten wurden uns unaufgefordert Artikel zugesteckt. Wo anfangs ein großer Leuchtturm stand, stehen jetzt viele kleine. Auf sie wollen wir auch in Zukunft nicht verzichten. Und die übrigen Artikel, werdet Ihr fragen, was haben die mit Leuchttürmen zu tun? Wie gesagt, die Zeit, ein Editorial zu schreiben, ist knapp und der Platz sehr beschränkt. Mit ein bißchen Phantasie ist aber auch das zu meistern. Versprochen! Jutta Wasserrab

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Diese Seite wurde erstellt von Martin Heiden am 11.11.98