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Überblick über die Diplomprüfung für Regionalwissenschaftler
- Gibt es ein Leben nach dem Hauptstudium? -
Der Regionalwissenschaftler ist sein ganzes Studium damit beschäftigt, eine Übersicht über
seinen unüberschaubaren Studiengang zu erhalten. Bei Studienanfang wird er zunächst bei der Orientierungsveranstaltung
für Erstsemester über das Nötigste aufgeklärt und anschließend ins kalte Wasser geworfen.
Dort schlägt er sich mit einer sinnvollen Organisation des Grundstudiums, des Vordiploms und des Hauptstudiums
herum, wovon jedes ein Kapitel für sich darstellt. Für alle, die trotz allem den mühsamen Weg ins
Hauptstudium geschafft haben, soll hier nun ein kleiner Überblick über den letzten Teil des Studiums,
die Diplomphase, gegeben werden.
Wir werden in diesem Artikel lediglich auf die alte Prüfungsordnung eingehen.
Für den Fall, daß die neue Prüfungsordnung vom Ministerium genehmigt werden sollte, gilt folgendes:
Ein Wechsel zur neuen Prüfungsordnung kann von jedem Regionalwissen-schaftler beantragt werden. Vor allem
für diejenigen, denen entweder in Politik oder in VWL noch die Scheine des Hauptstudiums fehlen, bietet es
sich an, sich nach der neuen Prüfungsordnung prüfen zu lassen. Das hat den Vorteil, daß man sich
entweder die Politik- oder die VWL-Scheine im Hauptstudium sparen kann, wenn man das jeweils andere Fach zu seinem
Hauptfach macht.
Jedoch wird hierbei dringend zu einer genauesten Information geraten!
Weitere Informationen hierzu sind bei der Studienberatung in Raum 264 erhältlich. Kommilitonen, die sich ab
dem Wintersemester 1998/99 immatrikuliert haben, werden ausschließlich nach der neuen Prüfungsordnung
geprüft werden (eventuell rückwirkend ab dem Sommersemester 1998).
Die Anmeldung zur Diplomprüfung
Die Meldeunterlagen können in Raum 2.65 während der Sprech-stun-den-zeiten täglich in der Zeit
von 9.30 - 11.30 abgeholt werden, die Anmeldung findet ebenfalls dort von Mo - Do zur selben Zeit statt.
Dem Antrag sind beizufügen:
- die ausgefüllten Meldeunterlagen
- ein Lebenslauf, der unter anderem über Eltern, Geburtsort, Staatsangehörigkeit, Schulausbildung und
Studienverlauf Aufschluß gibt,
- das Studienbuch mit sämtlichen Immatrikulationsnachweisen und Belegbögen (auch denen des laufenden
Semesters)
Die folgenden Unterlagen sind dem Antrag als Kopien beizufügen (Originale vorzeigen):
- das Reifezeugnis
- der Nachweis des Kleinen Latinums
- das Vordiplomzeugnis
- die Hauptseminarscheine
- bei Bafög-Empfängern: der letzte Förderungsbescheid
- der neueste Immatrikulationsnachweis
Die Diplomarbeit
Grundsätzlich gilt, daß das Thema der Diplomarbeit mit dem jeweiligen Dozenten abgesprochen werden
muß.
Nach der Meldung teilt das Dekanat nach Rücksprache mit dem vorgeschlagenen Prüfer offiziell das Thema
der Diplomarbeit mit. Von diesem Zeitpunkt an läuft die Zeit, und zwar hat jeder Diplomand sechs Monate Be-arbeitungszeit.
Eine Fristverlängerung ist auf begründeten Antrag möglich. Außerdem muß beachtet werden,
daß die Arbeit wegen der Zulassung zur Prüfung, aber auch im eigenen Interesse mindestens zwei Monate
vor dem ersten Klausurtermin abgegeben werden muß. Grundsätzlich wird davon ausgegangen, daß das
Examen dann auch zu einem der beiden nächstmöglichen Termine abgelegt wird, es sei denn, schwerwiegende
Gründe (z.B. Schwangerschaft, Auslandspraktikum etc.) sprechen dagegen. Voraussetzung für die Teilnahme
an den Diplomprüfungen ist die Bewertung der Diplomarbeit mit mindestens 4,0. Die Note der Diplomarbeit geht
mit 1/3 in die Examensnote ein.
Die Entscheidung für einen Prüfungstermin muß dem Dekanat mindestens drei Wochen vor dem ersten
Prüfungsdatum mitgeteilt werden.
Allgemeines zu den Diplomprüfungen
Die Prüfungstermine der Regionalwissenschaftler sind identisch mit den Magisterterminen und können
vor Raum 264 eingesehen werden.
In jedem Fach wird schriftlich und mündlich geprüft. Die Prüfungen umfassen jeweils eine vierstündige
Klausur und eine 25-35 minütige mündliche Prüfung in allen vier Fächern.
Grundsätzlich finden die schriftlichen Prüfungen im Sommersemester Ende April/Anfang Mai bzw. im Wintersemester
Ende Oktober/Anfang November statt. Mündlich geprüft wird im SS im Juni/Juli und im WS im Januar.
VWL
Die schriftlichen Diplomprüfungen im Bereich VWL werden für die Regionalwissenschaftler von Herrn
Professor Feldsieper abgenommen. Die mündlichen Diplomprüfungen werden zwischen Herrn Professor Feldsieper
und Herrn Professor Anderegg geteilt.
Bei der Klausur kann zwischen drei Themen gewählt werden. Dabei handelt es sich meist um eine Hauptfrage,
die in Unterfragen aufgegliedert ist. Wird es nicht anders angegeben, so werden alle Unterfragen gleich bewertet.
Den Fragestellungen werden folgende Vorlesungen und dazu angegebene Literatur zu Grunde gelegt:
- Regionalspezifische, zwei-semes-trige Vorlesung zu Lateinamerika (Dr. Foders)
- Geld- und Währungspolitik (Prof. Feldsieper)
- Markt- und Preistheorie (Prof. Anderegg); Reale und monetäre Außenwirtschaftstheorie (Prof. Rettig)
Man muß nur eines der drei Themen bearbeiten.
In der mündlichen Prüfung muß ein spanischer/portugiesischer Text von ca. 2-3 Seiten in 10-15 Min
(Teil der Prüfungszeit) gelesen werden. Danach unterhält man sich mit dem Professor ca. 15 Min auf Deutsch
über den Text. Dabei geht es um ökonomische Fragen grundsätzlicher und allgemeiner Art (Geld- und
Währungspolitik, Preistheorie, Makroökonomie).
Politik
Im Fach Politik erfolgt wie in VWL eine zentrale Themenstellung. Es gibt fünf Themenbereiche, von denen
jeweils einer von einem Professor gestellt wird. Der Themenkatalog hängt etwa ein halbes Jahr vor dem schriftlichen
Termin am schwarzen Brett im politischen Institut aus.
Grundsätzlich gilt, daß man bei seinem Themensteller einmal ein Hauptseminar belegt haben sollte.
Einzelheiten zur schriftlichen Prüfung werden mit dem jeweiligen Professor in der Sprechstunde besprochen.
Dort wird mit demselben Professor ebenfalls die Themenstellung für die mündliche Prüfung abgesprochen.
Romanistik sowie Iberische und lateinamerikanische Geschichte
Die Themenstellung für die schriftliche und die mündliche Prüfung erfolgt in Einzelabsprache
mit dem jeweiligen Professor.
Im Grunde werden in jedem Fach drei zu behandelnde Themen abgesprochen, jedoch kann dies auch individuell von den
Professoren gehandhabt werden.
Elisabeth Naber / Cornelia Finke

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Diese Seite wurde erstellt von Martin
Heiden am 11.11.98
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