Akzeptieren des vom Prüfungsausschuß bereits beschlossenen Modells von Prof. Rettig oder weitere Durchsetzung unseres Vorschlages zu Studienreform? Diese zwei Möglichkeiten standen auf einer kurzfristig anberaumten Vollversammlung am 28. Mai zur Wahl. Das Treffen aller RWLerInnen war nötig geworden, nachdem auf einer Sitzung des Prüfungsausschusses am 12. Mai eine Vorentscheidung zur Studienreform gefällt wurde (siehe auch nächsten Artikel).
Anwesend auf der Vollversammlung waren trotz des parallel stattfindenden Championsleague-Finales Juventus Turin gegen Borussia Dortmund etwa 70 RegionalwissenschaftlerInnen, die auch fast alle bis zum Schluß durchhielten. Nach der Vorstellung der beiden konkurrierenden Modelle (Rettig-Modell und das Modell der Fachschaft) entfaltete sich eine lebhafte Diskussion über das Pro und Contra beider Konzepte. Dabei zeichnete sich bereits eine klare Mehrheit für das Fachschaftsmodell ab.
Dem Rettig-Modell wurden u.a. folgende Punkte entgegengehalten:
• Das neue Modell sei kein RWL mehr, sondern eine Art Magister Politik/Romanistik/Iberische und lateinamerikanische Geschichte light bzw. eine Art VWL regional;
• Gerade die Kombination aus Politik und VWL sei fruchtbar;
• Durch die Trennung in RWL-VWL und RWL-Politik entstünden praktisch zwei unterschiedliche Studiengänge unter einem Namen;
• Es verlange bereits in einem sehr frühen Studienstadium die Entscheidung zwischen Politik und VWL, die Erfahrung zeige aber, daß viele erst später auf den Geschmack VWL kämen;
• Ein Wechsel von der jetzigen Prüfungsordnung auf die neue sei für fast alle RWLerInnen uninteressant, da entweder Politik oder VWL nicht mehr auf dem Diplomzeugnis erscheinen würde.
Einige Anwesende sprachen sogar davon, daß es besser sei, den Studiengang abzuschaffen, als ihn so zu verändern.
Doch wie soll sich die Fachschaft und ihre beiden Vertreter in der Kommission zur Prüfungsordnungsreform und in der Engeren Fakultät (Sérgio Barreira und Johannes Beck) verhalten? Soll die Fachschaft RWL das Rettig-Modell akzeptieren und versuchen es noch in Kleinigkeiten zu verändern oder soll sie ihr Modell weiter vertreten und versuchen es über Sondervoten weiterzuverfolgen?
Nach einer weiteren Diskussion wurde abgestimmt. Das Ergebnis spricht für sich: Alle 66 noch Anwesenden stimmten für ein weiteres Eintreten für den Entwurf der Fachschaft. Gegenstimmen wurden keine verzeichnet. Nun muß eine Gegenversion zum Prüfungsordnungsmodell des Prof. Rettig erstellt werden. Ebenso sind die Argumente gegen dieses Modell zu sammeln und prägnant zu formulieren. Hilfe dazu kann die Fachschaft jederzeit gebrauchen. Auch Beiträge via Email sind erwünscht (fs-rwl@uni-koeln.de). Wir treffen uns alle 14 Tage mittwochs in Raum 097 Philosophikum. Die Termine werden am Schwarzen Brett der Fachschaft vor Raum 264 veröffentlicht.
Achtung: Dieser Artikel ist bereits wieder veraltet: siehe Aktuelle Seite!
Johannes Beck