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-Referat und Thesenpapier-


Referat

Ein Referat ist ein mündlicher Vortrag zu Erläuterung eines bestimmten Themas, das meist mit dem Thema der Hausarbeit identisch ist.
Die Dauer ist normalerweise auf 5, 10 oder 15 Minuten begrenzt. Diese Zeit sollte im Interesse aller Beteiligten auch eingehalten werden.
Das Referat wird in der Regel durch ein Thesenpapier begleitet, welches den Zuhörern als Hilfe zum Begleiten des Referates dient (siehe unten).
Ein Referat sollte, sofern vom Dozenten nicht ausdrücklich anders verlangt, immer frei gehalten werden. Abgelesene Referate verführen zum schnellen Herunternuscheln und sind meist langweilig.
Es ist sicher nicht verkehrt, das Referat zu Hause vor dem Spiegel oder mit einer Testperson einmal zu üben und dabei die Zeit zu überprüfen.
Wer die Möglichkeit hat und wo es sich anbietet, kann das Referat mit grafischem Material auf dem Overheadprojektor (oder ähnlichem) begleiten. Nicht zu viele Folien verwenden, sonst besteht die Gefahr, daß mehr undeutlich als deutlich gemacht wird.


Thesenpapier

Das Thesenpapier soll:

  1. Wichtige Informationen zum Thema zusammenfassen.
  2. Eventuell (je nach Thema) eine oder mehrere Thesen, die sich die VerfasserInnen als Urteil zum behandelten Problem gebildet haben, aufführen. Dies kann und soll zur Diskussion unter den SeminarteilnehmerInnen anregen, deshalb müssen es auch wenige und prägnante Thesen sein. Es ist auch möglich, sich bewußt nicht für eine einzige These zu entscheiden und zwei gegensätzliche Thesen als Alternative anzubieten.
  3. Erste, grundlegende Literaturhinweise zum Thema geben. Hier sollte im Regelfall für die Teilnehmer des Seminars relativ leicht beschaffbare Literatur angegeben werden (kein Archivmaterial oder ähnliches, wenn nicht unbedingt nötig, z.B. bei Referat über eine bestimmte Quelle). Auch hier gilt weniger ist besser als mehr: Die Anzahl der Titel auf ein sinnvolles Maß (maximal 5) beschränken.


Der Kopf eines Thesenpapieres soll enthalten:

1. Datum des Referates (eventuell Semesterangabe)
2. Name der Universität und des jeweiligen Institutes
3. Titel des jeweiligen Seminars
4. Name des Dozenten/der Dozentin
5. Name des Referierenden
6. Der Titel des Referates


Für ein gutes Thesenpapier ist wichtig:

  • Am besten 1-2, maximal 3 DIN A4-Seiten. Das Thesenpapier soll einen Überblick geben, es kann die schriftliche, ausformulierte Hausarbeit nicht ersetzen. Sinnvoll ist es stichwortartige Sätze zu verwenden. In der Kürze liegt die Würze!
  • Übersichtliche Thesenpapiere erstellen. Keine Schriftgrößen in 10 Punkt verwenden, von 4 auf 3 Seiten zu kommen. Überschriften sollten als solche erkennbar sein. Trotzdem ist ein Thesenpapier in erster Linie kein Designobjekt, sondern ein Informationsmedium. Das heißt der Inhalt muß stimmen, sonst nützt auch die beste Präsentation nichts.
  • Wo es möglich ist, über den reinen Text hinausgehende grafische Information anbieten. Beispielsweise bei Themen mit geographischem Bezug eine Karte, Zeittafeln, bei sozial- und wirtschaftsgeschichtlichen Themen Tabellen oder Grafiken mit Datenmaterial.
  • Verständliche Sätze verwenden. Grundbegriffe, die nicht jedem geläufig sein könnten, am Anfang erklären. Fremdwörter klingen unheimlich klug, sind es aber nicht. Es ist viel schwieriger, etwas kompliziertes einfach auszudrücken, als etwas kompliziertes möglichst kompliziert zu erklären.

So nicht:
VI. Vorstellung der Großtheorien
Grundpositionen neuerer Theorieansätze:
Die Großtheorien haben (nach Skinner 1990) nicht nur eine ontologische und epistomologische, sondern auch eine normative Funktion.
Sie treffen in epistimologisch-bewährungslogischer Hinsicht generelle Aussagen über Systeme, die für real gehalten werden.
Die Großtheorien erwachsen aus dem unpolitischen Diskurs der auf den Unterschied zwischen Aristoteles und Platon basiert (oikos vs kosmos).
Neue Modelle, die diesen Dualismus bewußt aufbrechen, beziehen sich oft nur auf die Ökonomie und sind daher nicht ontologisch oder bedienen sich des Dualismus und sind dadurch sukzessiv oder negieren den Dualismus und sind somit revolutionär.

  • Zur guten Unterstützung eines Referates empfiehlt es sich, das Thesenpapier in der gleichen Abfolge wie das mündliche Referat aufzubauen. Dies vermeidet Chaos (Wo steht denn das jetzt schon wieder auf dem Blatt?).
  • Wichtig ist auch, das Thesenpapier rechtzeitig mit dem Dozenten/der Dozentin abzusprechen. Viele völlig mißlungene Referate hätten so vermieden werden können.


Diese Seite wurde erstellt von Johannes Beck am 01.03.1998